Monatsarchiv für January 2010

 
 

Eisfischen macht Spass

Nachdem ich mich nach unserem Trip nach Porvoo über diese Eisfischer lustig gemacht habe, wollte ich das Ganze auch mal ausprobieren. Was kann schon so speziell daran sein, in der grössten Kälte auf einem zugefrorenen See oder Fluss zu sitzen, den Rücken gegen den noch viel kälteren Wind, und darauf zu warten, dass endlich mal was anbeisst?

Passend kam daher das Angebot von Ilkka, mich auf einen Familienausflug mitzunehmen, wo ich dieses typisch finnische Hobby auch selber mals ausprobieren konnte.

Vergangenen Sonntag war es dann so weit. Schnell noch einen Kaffee getrunken, fünf Schichten (!) kleider montiert, und dann ging’s los.
Nach einer kurzen Autofahrt wechselten wir auf die Langlaufski, um auf das zugefrorene Meer zu gelangen. Ein Freund von Ilkka erwartete uns schon und die Kinder hatten ihre Leinen auch schon im Wasser.

Nach einer 5-Sekunden-Einführung hatte ich dann später auch meine Leine im Wasser und versuchte mein Glück. Und da ich ja ein Naturtalent bin, gelang es mir doch tatsächlich auch zwei riesige Fische zu fangen ;-) .

Und? Was ist nun das faszinierende am Eisfischen? Auch wenn man sich den A**** abfriert, hat das Ganze auch seine schönen Seiten. Die Arbeit ist weit weg, frische Luft, Natur pur und einfach nur Stille weit und breit. Während dem ich auf dem Eis kniete, konnte ich mir gut vorstellen, was die Leute zum Eisfischen bewegt. Und wenn man die entsprechende Kleidung und warme Gummistiefel besitzt, ist Eisfischen sicherlich auch einigermassen erträglich :-) .

Guter Start ins 2010

Nach einer wohlverdienten Auszeit zurück in der Schweiz, kehrte ich zusammen mit Fabienne nach Helsinki zurück. Der Besuch meiner Freundin war auch für mich mal eine Gelegenheit, Sehenswürdigkeiten ausserhalb Helsinki zu sehen. Ich war ja schon in Joensuu, aber viel mehr lag in den vergangenen zwei Monaten nicht drin.

Unser erster Ausflug ging nach Porvoo, einem kleinen Städtchen östlich der Hauptstadt. Nebst einer schönen Altstadt mit bunten Häuschen, sahen wir dort auch zum ersten Mal Eisfischer! Lustig zu sehen, wie alle schön brav auf dem gefrorenen Fluss sassen, den Rücken gegen den Wind, und dies bei minus 15°!

Das Programm für den nächsten Tag war Turku, die ehemalige Hauptstadt. Nach einer zweistündigen Zugfahrt erwartete uns auch dort tiefster Winter. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir neben der Kirche, dem Schloss und dem Marinemuseum vor allem viele verschiedene Cafés sahen :-) .

Silvester/Neujahr verbrachten wir mit Freunden, mussten jedoch gleich nach Mitternacht wieder nach Hause, da wir schon am ersten Tag des neuen Jahres einen Zweitagestrip nach Tallinn geplant hatten.

Obwohl wir zuerst das falsche Terminal ansteuerten, erreichten wir rechtzeitig unsere Fähre. Genau zwei Stunden dauerte die Fahrt durch das schon teilweise zugefrorene baltische Meer. Auch in Estland erwartete uns Wetter, wie man es normalerweise nur vom Skifahren her kennt, so dass wir uns auch hier von Shop zu Restaurant und ins nächste Gebäude bewegten.

Nach all diesen Trips bin ich nun wieder zurück an der Uni, während Fabienne noch für eine Woche Helsinki besichtigt. Und so wie ich ihr Programm gesehen hab, wird sie in diesen paar Tagen sicherlich mehr von den Sehenswürdigkeiten sehen, als dass ich es noch bis zu meiner Abreise hier schaffen werde.


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